Impfungen Costa Rica

Tipps für Impfungen und deine Reiseapotheke für Costa Rica unterwegs

Bei einer direkten Einreise aus Deutschland sind für deine Reise nach Costa Rica keine Impfungen vorgesehen. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr – siehe auch www.who.int.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören für Erwachsene auch die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Gefährdung auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria

Die Übertragung von Malaria erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken.
Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Sollte während dieser Zeit Fieber auftreten, ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Es besteht ganzjährig ein geringes Malaria-Risiko in den atlantischen Nordprovinzen, v. a. Limón/Huetar Atlantica (Matina und Telemanca) sowie ein minimales Risiko in den tiefliegenden Teilen von Limón/Huetar Atlantica, Puntarenas/Brunca, Alajuela/Huetar Norte (Los Chiles), Guanacaste/Chorotega und Heredia/Central Norte. Als malariafrei gelten alle Städte sowie die übrigen Landesteile.

Je nach Reiseprofil kann daher eine Standby-Medikation mit Chloroquin sinnvoll sein, deren Einnahme unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen (s .u.) sinnvoll.


Denguefieber

Denguefieber wird landesweit durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und schweren Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der regionalen Bevölkerung schwerwiegende Komplikationen mit möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden sehr selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Denguefieber gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen, z.B. lange bedeckende Kleidung bzw. Auftragen von Insektenschutzmittel auf unbedeckte Hautpartien (s.u.).


Leishmaniose

Leishmaniose kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mückenstichen empfehlenswert (s .u.).
Persönlicher Mückenschutz

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Denguefieber) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel, Mückenspray oder Mückencreme auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz schlafen.


Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig, und verlaufen teilweise schwer. Sie sind in den meisten Fällen vermeidbar durch Beachtung einfacher Regeln:

  • Trinke ausschließlich Wasser bekannten und sicheren Ursprungs, z.B. Flaschenwasser, niemals Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes bzw. desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. 
  • Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder schälen. 
  • Halte Fliegen von deiner Verpflegung fern. 
  • Wasche dir so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und vor dem Essen und auch der Zubereitung. 
  • Desinfiziere dir wo es angebracht ist die Hände und verwende Einmalhandtücher.


Leptospirose

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Oberflächenwasser übertragen werden.

Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Schädigung der Leber und Nieren führen.

Bei erhöhtem Risiko kann im Einzelfall nach sorgsamer Abwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.

HIV

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV-Infektion. Kondomnutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung

Die Gesundheitsversorgung ist gerade in ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen.

Die Kosten für eine medizinische Behandlung sowie Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist ggf. möglich) beglichen werden.

Vor Reiseantritt solltest du unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt.

Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/CostaRicaSicherheit_node.html#doc399052bodyText6

Impfungen Costa Rica

Andere Vorbereitungen

Es ist sinnvoll, eine kleine Reise-Apotheke mitzunehmen. Je nach Land, sollte diese die folgenden Dinge enthalten: 
  • Jod, Pflaster, Desinfektionsmittel
  • Mittel gegen Fieber, Durchfall, Verstopfung, Insektenstiche, evtl. Reiseübelkeit
  • Sonnenschutz
  • Zeckenzange
  • Thermometer (bruchsicher) 
  • Elektrolytlösung 
  • Vitamintabletten 
  • Hygienetücher (damit du ohne Wasser und Seife Hände waschen kannst) 

Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, ist es ratsam, einen Medikamenten-Pass mitzunehmen. Dies ist ein Ausdruck der Apotheke mit den lateinischen Namen deiner Medikamente und der jeweiligen Dosierung. Das ist immer dann hilfreich, wenn du medizinische Hilfe brauchst.

Weitere Reisetipps:

  • Bitte akklimatisiere dich nach der Ankunft im Reiseland. Dies gelingt am besten, wenn du den lokalen Lebensrhythmus übernimmst.
  • Die Sonneneinstrahlung ist in den (Sub-) Tropen teilweise sehr stark. Sei deshalb vorsichtig, wenn du dich sonnst und trage bei Ausflügen in der vollen Sonne eine Kopfbedeckung.
  • In der Hitze verliert man unbemerkt viel Flüssigkeit. Bitte denke daran, ausreichend zu trinken. Das Leitungswasser kann man leider nicht überall trinken. Auch Mineralwasser ist nicht überall zu kaufen, aber meistens in den etwas ‚besseren’ Geschäften zu finden.
  • Solltest du Durchfall haben, achte darauf, den zusätzlichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dafür eignet sich (schwacher) Tee, Mineralwasser oder Cola ohne Kohlensäure. Den Mineralverlust kannst du durch eine Elektrolytlösung oder Brühe kompensieren.
  • Bevor du deine Reise antrittst, ist es gut, sich auf Webseiten wie www.gesundes-reisen.eu zu informieren. Diese Seite enthält zuverlässige Informationen des Tropeninstituts Hamburg.
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